Private Krankenversicherung  PKV - eine Altersfalle?!

SOS-Ruf der PKV-Versicherten an den Rechtsstaat und die Gesundheits-Politik in 10 Punkten: 

Etwa 9 Mill. Privatkrankenversicherte bei den PKVs sind zunehmend eine rechtlose Gruppierung im Staat.

Wo bleiben Verantwortung und Kontroll-Pflicht durch den Staat?
Sind Privatkrankenversicherte Gefangene in einem privaten Versicherungssystem und in einer Altersfalle, in der für viele Altersarmut vorprogrammiert ist?
Auch Privatversicherte müssen die Möglichkeit der Wahl zwischen PKV und GKV erhalten!

 Privatkrankenversicherte sind wie in einer "Käfighaltung" ausgeliefert, werden mit ungehemmten jährlichen Beitrags-Erhöhungen erbarmungslos abgezockt.

Rechtsstaat und Politik müssen endlich Zuständigkeit und Verantwortung zeigen! 

Dieser Beitrag soll den Kampf für eine zukünftige freie Wahl von Versicherten der Privat-Kranken-Versicherungen (PKV) unterstützen, auch für diejenigen Versicherten nach dem 55. Lebensjahr, die momentan keine Kündigungsmöglichkeit ihrer Versicherung mehr haben. 

Nur das schafft Wettbewerb und führt zu längst erforderlichen Veränderungen!



Privatkrankenversicherte fühlen sich nicht nur als Benachteiligte, sondern sie sind es auch,

fern der sozialen Gerechtigkeit, in ihrem eigenen Vaterland einem System der zunehmenden „Raubritterei“ und Selbstbedienung auf ihre Kosten ausgeliefert, wenn sich nicht per Gesetzeslage bald etwas ändern sollte.

Eine weitere „Raubritterei“ an PKV-Versicherten breitet sich jetzt aus…

 

Wo Gesetzeslücken sind, finden sich bekanntlich ganz schnell Akteure, die das für sich nutzen. Es hat sich offensichtlich bereits herumgesprochen, dass Privatkrankenversicherte auf sich allein gestellt sind und in der Gesellschaft rechtlos zwischen mehreren Fronten stehen. Außer den Zugriffen durch die eigene Versicherung, beteiligen sich jetzt zunehmend auch Leistungserbringer an der Möglichkeit der allgemeinen Abzocke, so z. B. Physiotherapien. Auch sie haben erkannt, dass hier ein rechtsfreier Raum im Staat vorhanden ist, total unkontrolliert, in dem der Versicherte auch ihnen ausgeliefert ist.

Deshalb haben wir den folgenden Offenen Brief an alle maßgeblichen Parteien, aber auch an alle PKV-Versicherten, verfasst, der auch ein SOS-Ruf und ein Hilfe-Ruf an unsere Politiker sein soll.

 

Mehr als nur ein Mahn-Ruf –
Sind Privatkrankenversicherte in der Gesellschaft „außen vor“
und jetzt schon Bürger dritter Klasse?!

Wo bleibt die Verantwortung unseres Rechtsstaates für alle seine Bürger? 

Es handelt sich um Fragen, die für Betroffene ein durchaus ernstes Problem darstellen, das hiermit angesprochen werden soll und muss. Zum einen soll es zum Nachdenken über unsere momentane Gesundheitspolitik anregen, die eigentlich mit ihren Rechtsgrundlagen und dem Verbraucherschutz für alle Schichten der Bevölkerung zuständig sein müsste. Davon ist sie jedoch, zumindest für die Versicherten bei Privatkrankenversicherungen (PKVs), meilenweit entfernt, die sich bei Unzufriedenheit mit ihrer Versicherungsform, durch die momentan noch bestehende Unmöglichkeit einer Kündigung ihrer PKV, nicht nur ausgeliefert fühlen, sondern es auch in unverantwortlicher Weise sind. Privatkrankenversicherte sind durch die gesetzlich festgeschriebene Nichtkündbarkeit und Nichtaustrittsmöglichkeit aus dieser Versicherungsform und der verwehrten Möglichkeit des Wechsels in eine gesetzliche Krankenversicherung, einem System der Abzockerei durch ihre Versicherung, einer in keiner Weise durch das Gesetz geschützten Situation, ausgeliefert.

Zum anderen sollen diese Ausführungen zum Nachdenken und auch zur Warnung beitragen. Zum einen zur Sensibilisierung über die zunehmend unzumutbare Zustände des Ausgeliefertseins von Privatkrankenversicherten an ihre Versicherungen, zum anderen das Ausgeliefertsein an das zunehmende „Raubrittertum“ durch Heilbehandlungsberufe wie Physiotherapeuten, die Lücken im Gesetz für ihre gewinnbringenden Ziele entdeckt haben und diese auch nutzen.

Wenn der Staat sich weiterhin nicht für die Privatkrankenversicherten zuständig fühlen und nicht eingreifen sollte, keine gesetzlichen Änderungen herbeiführt, werden Privatkrankenversicherte, besonders hier in Ostdeutschland, in den nächsten Jahren in eine existentielle Notsituation fallen. Gerade hier in den neuen Bundesländern handelt es sich kaum um „Wohlhabende“. Privatkrankenversicherte fühlen sich wie in einer „Käfighaltung“, ihren Privatkrankenkassen mit ihren hohen, sich weiterhin ständig und maßlos erhöhenden Beitragsforderungen ausgeliefert. Viele sahen nach der sogenannten „Wende“ 1989 und dem Wegfall ihrer Betriebe und bisherigen Arbeitsplätze, nur den Ausweg in der Selbständigkeit, um nicht als Arbeitslose existieren zu müssen. Als Ostdeutsche waren sie eine ahnungslose und auch durchaus gutgläubig - dumme Beute für Werber der PKVs. Die allermeisten hatten in den nächsten Jahren nur um ihr existenzielles Überleben zu kämpfen, um sich mühsam über Wasser zu halten und konnten keinerlei erforderliche Rücklagen aufbauen. Sie befinden sich nun als Privatkrankenversicherte in einer absoluten Falle. Die heute bereits überdurchschnittlich hohen Beitragszahlungen an die Privatkrankenversicherungen, die teilweise bereits die Hälfte des Einkommens oder der Rente ausmachen, erhöhen sich jährlich beängstigend, vollkommen unkontrolliert in Größenordnungen. Wenn hier nicht von staatlicher Seite eingeschritten wird, eine Gesetzesänderung erfolgt, den jetzigen Privatkrankenversicherten bei Unzufriedenheit die Austrittsmöglichkeit und der Wiedereintritt in eine gesetzliche Kasse ermöglicht wird, kommt es für viele Versicherte in absehbarer Zeit zu einer vorhersehbaren Katastrophe. Hier kann nur ein Einwirken auf eine Gesetzesänderung helfen, ein Nachdenken über politisch Verantwortung, darüber, dass Demokratie für alle Bürger gleiche Möglichkeiten, gleiche Gesetze als Grundlage haben muss, um soziale Ungleichheit abzubauen. Wie es das Grundgesetz auch zum Inhalt hat!

Demokratie – die Wahl für alle, sich zwischen unterschiedlichen Programmen zu orientieren und auch jederzeit frei entscheiden zu können, mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Bürger…

So sollte Demokratie laut Grundgesetz für seine Bürger funktionieren. In der Gesundheitspolitik setzt sich Gesundheitsminister Spahn zwar für die Interessen der gesetzlich versicherten Kassenpatienten im Gesundheitswesen ein (GKV), u.a. auch erfolgreich für Reformen, um Beitragszahler zu entlasten. Jedoch ist bislang diese Einflussnahme des Sozialstaates einseitig nur auf die gesetzlichen Kassen beschränkt geblieben.

Denn von den Versicherten der PKVs ist dabei keinerlei Rede!

 

Schlussfolgerung: Sind PKV-Versicherte „außen vor“?

Offensichtlich ja. Versicherte der PKV sind im Moment „außen vor“. Das ist jedoch in keiner Weise nachvollziehbar, noch weniger gerecht...

 

                         ... hier den vollständigen Offenen Brief lesen


Zu diesem Themen-Komplex, insbesondere auch zur Verhaltensweise von Radeberger Physiotherapie-Praxen, haben wir in der

"Radeberger"  Nr. 40/2018 vom 05.10.2018

den nebenstehenden Leserbrief veröffentlicht.

 

Darin sind auch konkrete Beispiele und Zahlen zu ganz konkreten Vorfällen genannt und behandelt.