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Wenn "Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt..."
Im Märzen der Bauer die Rösslein einspan
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       Veröffentlicht in  "die Radeberger"  Nr. 13  v. 31.03.2017           


Wenn "Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt..."

Dann begann und beginnt auch heute noch die zumeist schönste Jahreszeit, der lang ersehnte Frühling, das Erwachen der Natur, der Neubeginn. Wer freut sich nicht über das erste Grün der Wiesen und Felder, die erste keimende Saat, wen erfreuen nicht die ersten Feldlerchen, die ihren Gesang in schwindelerregenden Höhen über den Feldern erklingen lassen. Naturerlebnisse, die man sich bei einem Spaziergang auf den Höhen rund um Radeberg durchaus gönnen sollte.

Bauer Walter Horn mit seinem Wendepflug, um 1952.  Quelle: M. Horn
Bauer Walter Horn mit seinem Wendepflug, um 1952. Quelle: M. Horn

Ein Frühlingserwachen, so wie es schon immer war und wir es uns auch wünschen, obwohl die „Rösslein“ als Zug- und Lasttiere längst der hochmodernen Technik weichen mussten und die einst bestellten Felder im Zuge der europaweiten Agrarreformen sichtbarlich geschrumpft sind. Oder vielmehr geschrumpft wurden, da Brachlegungen oder Stilllegungen von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Ackerland von EU-Politikern als kostengünstiger angesehen werden, als Bewirtschaftung. Das Wahnsinnsdenken des 21. Jahrhunderts. Die Zeichen der Zeit sind für den ältesten und vielleicht auch immer noch wichtigsten Ur-Berufsstand der Menschheit nicht gut und lassen für die wenigen noch existierenden Landwirtschaftsbetriebe wenig Grund zum Optimismus zu. EU-Richtlinien, EU-Verordnungen, EU-Recht, EU-Milchquotenregelungen und Anpassungsprozesse führen zu prekären Situationen und werden zunehmend zur Schicksalsfrage für den Bauernstand und das weitere Dorfleben, so wie wir es einmal kannten. Ruinöse Milchpreise in der Milchviehhaltung und -produktion forcieren das Bauernsterben weiterhin. Heute geht es längst nicht mehr nur um Kleinigkeiten, sondern um die Existenzfrage der Bauern, ihren Fortbestand. Vor allem wird es damit auch zu einer Existenzfrage für uns alle, denn sie sind unsere „Sicherheit vor der eigenen Haustür“. Ihre geschaffenen Produkte waren und sind von jeher für alle Bevölkerungsgruppen und -schichten lebensnotwendig und unentbehrlich. Das wird nur allzu oft vergessen.

Für die Bauern begann mit dem Frühjahr die Arbeit schon immer von früh bis spät. Ein Volkslied aus Mähren über das fleißige Bauernvolk würdigt ihr Schaffen anschaulich.

 

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt.
Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät.

 

Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn,
sie haben im Haus und im Garten zu tun;
sie graben und rechen und singen ein Lied
und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.

 

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

 

So romantisch angehaucht wie in diesem Lied war das Bauernleben aber durchaus nicht - Bauern hatten es von jeher schwer, und die verdiente Anerkennung ihrer Leistungen blieb zumeist aus. Es wurde vergessen, dass sie es waren, die ansehnliche Abgaben entrichteten, einst in mehreren Generationen den größten Teil des Landes mit ihrer Hände Arbeit kultivierten und den Bewohnern der Städte die unentbehrliche Nahrung durch Bestellen der Felder und Viehzucht lieferten. Nur allzu oft wurde ihre Arbeit, vor allem wenn sie von Erfolg beschieden war, neidvoll beobachtet. Keiner bedachte, welch unentwegter Arbeitsaufwand, persönliche Entsagung und auch Sparsamkeit damit verbunden waren. Kaum einer erkannte die Arbeit der Bauern als Leistung für das Allgemeinwohl an, und es kam nicht selten vor, dass sie von angeblich „vornehmen“ Bürgern ungebührlich und herabsetzend behandelt wurden. Die Bauern waren nicht, wie so oft oberflächlich bezeichnet, die „geizigen Bauern“, sondern sie mussten für ihre Höfe sparsam haushalten und waren zumeist sehr kluge Bauern. Es war schon immer schwierig gewesen, mehrere Generationen mit einem Hof von nur wenigen Hektar zu versorgen. Deshalb mussten sie für ihr Überleben mit den Familien entsprechend der niedergeschriebenen Weisheit des Alten Testamentes handeln, nach der bereits vor rund mehr als 3000 Jahren der biblische Joseph lt. 1. Buch Mose/Kapitel 41, dem Pharao von Ägypten offenbart haben soll: „…sieben reiche Jahre werden kommen (…) und nach denselben sieben Jahre teure Zeit kommen (…)“. Diese Verkündigung der „sieben fetten Jahre, auf die sieben magere Jahre“ folgen, hatte sich tief in die Volksseele eingegraben und war ganz besonders für die Bauernschaft zu einem Erfahrungswert über viele Jahrhunderte geworden. Gerade ihr Berufsstand war ständig gefährdet von jeglichen Klimaschwankungen, von Dürrezeiten, Regenkatastrophen, Hagel, Schneefall oder Schädlingsbefall.

In die Geschichtsschreibung unserer Region sind besonders die Plagen durch Heuschrecken (1771/72), Mäuse (1773) und Maikäfer (1812) eingegangen, die keinen Halm auf den Feldern ließen und zu unvorstellbaren Hungersnöten führten. Dazu kamen ständig Haus- und Hofbrände durch Blitzeinschlag oder unsachgemäße Lagerung von Hanf, oder auch jahrelange Klimaveränderungen nach dem Vulkanausbruch 1815 in Indonesien. Vorher nicht kalkulierbar, konnte die gesamte Existenz der Bauern und die ihrer Familien unverschuldet vernichtet werden. Dazu kamen noch die Herrschaftsansprüche mit ständig wachsenden Lasten an Steuern und Zinsen, die ihnen aufgebürdet wurden. Konnten sie den Zins nicht zahlen, da die schlechte Ernte das Leben ihrer Familie bedrohte, oder konnten sie wegen Krankheit keine Abgaben und Dienste leisten und sich von diesen Leistungen auch nicht mit Geld freikaufen, so war z.B. die Verurteilung, bei Wasser und Brot die Wallanlagen in Dresden zu sanieren, noch das kleinste der Übel. Auch die ständigen Kriegsereignisse, denen die Dorfbevölkerung seit Jahrhunderten besonders ungeschützt ausgeliefert war, konnten weder zu ihrer Sicherheit und der ihres Eigentums noch zu einer ertragreichen Landwirtschaft beitragen. Sie mussten Vorsorge treffen und handelten genau wie in der Bibel geschrieben: „Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fülle: und sie sammelten alle Speise auf dem Felde“. Diese angegebenen Perioden von sieben Jahren sind natürlich nur sinnbildlich zu verstehen, als eine Metapher. Aber der Spruch erinnert daran, dass ihr Leben immer unsicher war. Es war durchaus nicht ungewöhnlich, dass Bauern auch ihre Höfe verlieren konnten. Nicht umsonst besaß auch Lotzdorf sein eigenes Armenhaus.

Kaum ein anderer Beruf, wie der eines Bauern, verlangt solch eine Vielseitigkeit der Kenntnisse über die unterschiedlichsten Wissensgebiete, der Planung gleichzeitiger Abläufe oder Erfordernisse, des „Eins-seins mit der Natur“, des körperlichen Einsatzes, der handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ein Bauer musste von jeher ausgerüstet sein mit Kenntnissen der Planung und Berechnung seiner Anbauflächen, er musste umfassende Kenntnisse von der Bodenbeschaffenheit seiner Felder, über die Besonderheiten des jeweiligen Saatgutes, der Düngemittel, der Erntezeit, Lagerung und Weiterverarbeitung der Produkte, bis hin zur Schädlingsbekämpfung, besitzen. Sein Erfolg oder Misserfolg war abhängig von vielen Faktoren: seinen Wetterbeobachtungen und damit verbundenen richtigen Schlussfolgerungen, den unberechenbaren Launen der Natur, einer erfolgreicher Tierhaltung und -zucht, der Vermarktung seiner Produkte, Instandhaltung seiner Ausrüstungen und Gebäude, Vorsorgewirtschaft für den Winter, Einsatz seiner zusätzlichen Arbeitskräfte. Ganz wichtig für das Gedeihen seiner Arbeit war es vor allem, dass er über mehrere Jahre im Voraus die Planungen der Fruchtfolgen auf seinen Feldern vornahm. Nachfahren von Lotzdorfer Bauern wissen noch über diese ständige planvolle Kultivierung der Böden durch ihre Vorfahren, die mit wechselnden Fruchtfolgen und der Dreifelderwirtschaft versuchten, höchstmögliche Erträge, auch auf kargen, sandigen oder lehmigen Böden, wie in Nähe der Ziegelei Lotzdorf, zu erzielen. Damals wie auch heute ist dieses Wissen für eine erfolgreiche Landwirtschaft unerlässlich, geht jedoch in der heutigen Zeit durch das sogenannte „Bauernsterben“ und die Brachlegungen der Felder nach und nach verloren. Denn, von Beruf Bauer zu sein, was fast einer Berufung gleichkommt, einen Hof zu führen, bedeutete auch immer, auf übermittelte Erfahrungen der Vorfahren zurückgreifen zu können. Vieles wurde von einer Generation an die nächste mündlich weitergegeben. Wissen, das in keinem Buch der Welt nachlesbar ist. Das Generationsdenken, dieses sich-mitverantwortlich-fühlen der gesamten Familie, war für den Weiterbestand des Hofes unerlässlich und überlebenswichtig. Auch heute noch, wie man bei den wenigen, in Lotzdorf noch existierenden Landwirten sehen kann.

 

Lotzdorf, angesiedelt in einem rechten Seitental der Röder, zieht sich in dieser Muldenvertiefung als sogenanntes zweizeiliges Reihendorf nach der Höhe hin. Es besitzt die typische Anlage eines Waldhufendorfes, mit der für diese Ansiedlungsform üblichen Einteilung der parzellierten Fluren, die sich überwiegend quer zum langgestreckten Dorf, hinter den Höfen entlang ziehen. Entstanden ist Lotzdorf in der Zeit der Kolonisierung, vermutlich im 13. Jahrhundert, durch Neurodungen herrschaftlicher Wälder und Urbarmachung zu landwirtschaftlichen Flächen. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1341 als „Locensdorf“. Sogenannte Lokatoren hatten die landesherrliche Aufgabe, Neusiedlungen in den östlichen Waldgebieten vorzunehmen, die weitgehend unbewohnt waren. Sie wurden in den neu entstehenden Dörfern mit besonderen Rechten ausgestattet, fungierten als Schultheiß (Ortsvorsteher) und Freirichter, erhielten damit das Privileg, Recht zu sprechen und zogen die Abgaben für den Grundherrn/Landesherrn ein. Ihr Besitz war das größte Gut in den Dörfern, das Richtergut oder Freigut. Es befand sich in der Mitte des Dorfes, am Dorfanger, einem Dorfplatz in Gemeindebesitz (Allmende) mit einem Enten- und Fischteich. Lotzdorf besaß im Ort sogar drei Teiche. Diese waren überlebenswichtig, denn in Kriegszeiten wurde bei Plünderungen der Dörfer zwar alles Vieh requiriert und weggetrieben, für das schwierigere Fangen der Fische blieb jedoch zumeist keine Zeit. Diese waren dann die einzige Nahrung für die Dorfbewohner zum Überleben. Das Land für die Neusiedler wurde in „Hufen“ aufgeteilt. Eine Hufe war ein landwirtschaftlicher Besitz, der in dieser Größenordnung der Arbeitskraft einer Familie entsprach und ihre Ernährung absichern konnte.

Der Begriff „Hufe“ als Flächenmaß spielte eine wichtige Rolle. Die Hufe wurden den neu ankommenden Bauern entweder als Lehen oder als zu erwerbender Besitz (Hufenland) angeboten. Die beurkundete Hufe gab dem Bauern die Freiheit eines neuen Lebens. Das Land erhielt er in Erbpacht. 1754 existierten 18 Lotzdorfer Bauerngüter mit insgesamt 19,5 Hufen. In Sachsen betrug ein regionales Hufenmaß zumeist dreißig bis sechsunddreißig Sächsische Acker oder 19,9223 Hektar. Die Lotzdorfer Bauern waren nicht, wie in anderen Dörfern, Untertanen eines adligen Rittergutsbesitzers oder adligen Grundherrn (s. Liegau, Wachau, Seifersdorf). Damit waren sie auch nicht der möglichen Willkür eines Herrn ausgesetzt, wie es Gerichtsverfahren der Bauern gegen ihre Herrschaften von Wachau und Seifersdorf belegen. Die Lotzdorfer Bauern hatten das „Bauernrecht, das bedeutete, ein in der Dorfordnung fixiertes Recht einer bäuerlichen Gemeinde“. Sie fielen damit in die Rechtsform der Unterstellung unter das Amt Radeberg, das als unmittelbare Vertretung des Landesherrn fungierte. Somit war Lotzdorf ein Amtsdorf des Amtes Radeberg, jedoch nicht der Stadt Radeberg unterstellt und verpflichtet. Die Einwohner waren nach Radeberg eingepfarrt. Dienste hatte die Gemeinde nur für das Amt Radeberg zu leisten, so u.a. alles Getreide einbringen (furen), Brauholtz schlagen (Brennholz zum Brauen), Hunde führen „wen man im Amet jaget, das Schloß in Radeberg keren, wen es noht ist“. Vermutlich waren am Anfang der Dorfgründung, schon wegen der Vereinfachung der landesherrlichen Besteuerung, die Hofgrößen des Dorfes Lotzdorf einheitlich festgelegt worden, entsprechend der landesüblichen Hufengrößen, was man an alten Landkarten Lotzdorfs heute noch an der Flureinteilung sehen kann. Damit waren zu Michaelis (29. September), vorerst für alle, die gleichen Abgaben fällig: ein Schock Eier (60 Stck.), zwei Hühner, als Zins „20 Groschen vom Wasser, ist die Reder (Röder), 20 Groschen von der mülen uff Martini“, ein Wiesenzins und Geschoßzins. Diese Einheitlichkeit des Lotzdorfer Landbesitzes veränderte sich in den folgenden Jahrhunderten durch Zukäufe, Erbteilungen und Zusammenlegungen, wie man im Stadtarchiv Radeberg recherchieren kann.

In der Akte zur „Gesetzlichen Einführung der Landgemeindeordnung zu Lotzdorf“ vom 25. März 1839 wurden zur Registratur die stimmberechtigten Gemeindemitglieder und ihre sächsischen Hufen erfasst, die sich in der Zwischenzeit in sogenannte „Untervielfache“ gegliedert hatten. So finden wir in Lotzdorf die Bauern als Gemeindemitglieder, eingeteilt unter der Rubrik: Anderthalbhüfner, Hüfner, Dreiviertelhüfner, Halbhüfner, Viertelhüfner nebst einer Vielzahl von Gärtnern und Häuslern. Außerdem findet man 1839 Namen von alteingesessenen Bauerngeschlechtern, die sich z.T. über Jahrhunderte auf ihren Höfen gehalten hatten und deren Namen teilweise heute noch präsent sind: Höffgen, Burkhardt, Brückner, Großmann, König, Seidmacher, Vetter, Müller, Werner, Ulbricht, Richter u.a. In späteren Akten der Gemeinde Lotzdorf treten dann die Bauerngeschlechter der Hennig und Pietzsch in Erscheinung, die sich als Gemeindevorstand und Richter große Verdienste erwarben, aber auch die Bauern Horn, Leipert, Schreiber, Genauck, Steglich, Boden, Schütze/Winkel, Rössler, Schöne u.a.m. Ausgeschlossen aus dieser Registratur der Gemeindeordnung war das Freigut Lotzdorf als eigenständiger und gesonderter Besitz, dessen Besitzer von jeher einen eigenen rechtlichen und privilegierten Status einnahmen.

 

Frische Saat auf Lotzdorfer Flur
Frische Saat auf Lotzdorfer Flur

Bauer zu sein war von jeher kein Beruf wie jeder andere, sondern er stellte die Lebensader für eine ganze, zumeist große Familie dar, die gemeinsam unter einem Dach arbeitete und lebte. Sie waren aufeinander angewiesen, ihr Leben und Schicksal war immer unmittelbar mit dem Hof und seinem Wohlergehen verbunden. Die Bauernfamilien hatten seit Generationen eine starke Bindung „an ihre Scholle“, an ihre Familientradition, ebenso an ihr stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Freiheit. Für sie galt, unbewusst, immer das Zitat von J.W. Goethe: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen“. Dieses Denken des „erwirb es nicht nur durch Erbe, sondern durch eigene Arbeit, achte und führe es weiter, von Generation zu Generation“ bestimmte das Handeln der Bauerndynastien. Es ist wert, darüber nachzudenken!

Und, man sollte auch bedenken, dass es keinen anderen Beruf als den eines Bauern gibt, der allein mit seiner Hände Arbeit seine gesamte Familie über das gesamte Jahr hinweg mit allem Lebensnotwendigen und Lebenserhaltenden, was auf seinem Hof und Ackerland erwirtschaftet wird, versorgen kann: Mit der Getreide-Ernte und dem Mahlen von Mehl in der Mühle konnte Brot gebacken werden, es gab Gemüse, Obst, Kartoffeln, Rüben und Kürbisse auf den Höfen, Tabak wurde angebaut, Lein-, Raps- und Sonnenblumenöl gewonnen, es gab Milch und damit Butter, Quark und Käse, der Geflügelhof lieferte Fleisch, Eier und Federn für das Stopfen der Federbetten, die Schweine waren Fleisch-, Wurst-, Speck- und Fettlieferanten, alles wurde verarbeitet bis hin zur Schwarte, die Rinder waren Milch- und Fleischlieferanten, und ihr Talg wurde für Öllampen und Talglichter verwendet. Mit der gezielten Schafzucht nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763), die ab 1765 mit der Einfuhr von 229 Merino-Schafen aus Spanien nach Sachsen begann, entwickelte sich der wichtige Erwerbszweig einer Fleisch- und hochwertigen Woll-Erzeugung. Seit diesem Zeitpunkt veränderte sich die Landwirtschaft, auch auf Grund des sich ausbreitenden Anbaus von Kartoffeln, Klee und Raps, grundlegend. Die bisherige Erzeugung von Lein und Flachs wurde rückläufig, da nun als effektivere Grundlage für die Herstellung von Stoffen die Schafwolle bevorzugt wurde, die den aufblühenden Garn- und Tuchmanufakturen hohe Preisvorteile brachte. Gezüchtet wurden die Merinoschafe auf den Kammergütern (persönliches Vermögen des Landesherrn, verwaltet von seiner Kammer) in Stolpen und Lohmen. Im Jahr 1834 besaß das Freigut Lotzdorf 250 Schafe. Nur der Freigutsbesitzer besaß die herrschaftlichen Rechte an der Schafhaltung und -zucht.

 

Ganz selbstverständlich mussten die Kinder mithelfen.   Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-S80286 / CC-BY-SA 3.0
Ganz selbstverständlich mussten die Kinder mithelfen. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-S80286 / CC-BY-SA 3.0

Neben der Arbeit der Männer auf den Feldern und in den Stallungen fiel den Bauersfrauen ebenfalls ein großer Teil der Arbeit zu. Sie waren zumeist verantwortlich für das Wirtschaften auf dem Hof, den Einsatz der Mägde, die Versorgung der Tiere, das Melken der Kühe, für den Gemüse- und Obstgarten und die Verwertung und Haltbarmachung dieser Erzeugnisse, für die Versorgung und Verpflegung der gesamten Familie und der Arbeitskräfte, bis hin zur Essenversorgung der Männer auf den Feldern. Außerdem oblag es ihnen, nach Schlachtungen von Tieren im Winter, die Verarbeitung des Fleisches vorzunehmen. Die Haltbarmachung war problematisch, es gab bis in die 1960er Jahre kaum elektrische Kühlschränke. Nur wer in Lotzdorf zu den wohlhabenderen Bauern zählte, war im Besitz eines Eisschrankes. Das Eis konnte man im Winter vom Fleischer Riemer aus Lotzdorf beziehen, der es auf seinem Teich in der Nähe des Lotzdorfer Hohlweges brechen ließ. Den Transport musste dann der vor einen Leiterwagen oder Schlitten geschirrte Hofhund übernehmen, der das Eis zu den Bauernhöfen oder in den eigenen Riemerschen Eiskeller (Scheune) transportierte. Ansonsten wurde das Fleisch von den Bauersfrauen in großen Kesseln gekocht, in Weckgläsern eingekocht, es wurde gepökelt, geräuchert, in Salzlake eingelegt oder in Fässern in Fett eingelagert und damit über längere Zeit haltbar gemacht. Vor dem Winterbeginn mussten die Scheunen und Vorratskammern gut gefüllt sein, der Schrank mit geräucherten Speckseiten verführerisch duften. Die Vorratskammern beinhalteten auch immer je einen großen Sack Weizen- und Roggenmehl.

Die einstigen Bauernkinder erinnern sich heute noch mit leichtem Schauder an die Zeiten ihrer Kindheit, wenn als Frühstück von der fürsorglichen Mutter eine, zumeist von den Kindern äußerst ungeliebte, aber nahrhafte Roggenmehl- oder Haferschleimsuppe zubereitet wurde, als gesunde Grundlage für den beginnenden Tag. Nur an Sonntagen wurde diese mit einem sparsamen Löffel Zucker oder Sirup veredelt. Man lebte äußerst einfach. Im Winter hatten die Bauersfrauen außer der Haus- und Hofarbeiten zumeist noch Wolle zu spinnen und Federn für die Federbetten zu schleißen, aber auch die vielen Flick- und Stopfarbeiten von Socken, Strümpfen und Kleidungsstücken zu erledigen und neue Wollsachen zu stricken. Es war für alle ein hartes, arbeitsreiches Leben auf den Höfen, ohne Feierabend, ohne Urlaub oder heute übliche „Auszeiten“. Der zumeist sehr bescheidene Wohlstand für die oft auch kinderreichen Familien wurde nur mit der Hände Arbeit geschaffen, denn Technik war kaum vorhanden. So erinnert sich eine Bauerntochter aus Lotzdorf, wie hart sie als Kind mit ihren Schwestern noch um 1930 bei der Feldarbeit des Vaters mithelfen mussten. Da das Anwesen in bergigem Gelände zum Augustusbad hin lag, konnte der Vater keinen Mähbinder zur Ernte des Getreides einsetzen, und die Mädchen hatten in sengender Sommerhitze alles per Hand zu mähen, d. h. mit Sicheln und Sensen, und anschließend das abgelegte Getreide zu Garben zu raffen, zu bündeln, zu binden und zu Strohpuppen aufzustellen. Bauernkinder wurden von Kindesbeinen an in die schwere Arbeit auf den Feldern und Höfen einbezogen, sie gehörten ganz selbstverständlich zu den mitarbeitenden Familienangehörigen.

Viele Kinder zu haben, sicherte außerdem die Altersvorsorge, denn sie waren für die Eltern, nach Abgabe des Hofes, verantwortlich. Eine staatliche Altersvorsorge für Bauern gab es bis in die 1950er Jahre nicht. Deshalb musste bei Übergabe und Verkauf des Bauernhofes von den Eltern an einen ihrer Nachkommen per Kaufkontrakt haargenau geregelt und notariell festgehalten und beglaubigt werden, wie die Zahlungsmodalitäten zu erfolgen hatten. Auch die Auszahlungen der leer ausgehenden weiteren Geschwister wurden bis in das kleinste Detail festgeschrieben. Interessant bei diesen Verträgen, die zumeist einen Aktenumfang von mehr als fünfzig Seiten besitzen, ist die Aufzählung und Aufrechnung des Eigentums, angefangen von den Gebäuden und Stallungen, über die Lage und Größe der Felder, Wiesen und Gärten mit ihren Einfriedungen, den Tierbeständen nebst Zubehör, Ackergeräten, Ausstattungen der Wohnstätten, bis hin zum letzten Löffel. Gerichtlich wurde ganz akribisch geregelt, wie sich das weitere Leben und die Ansprüche der Altbauern auf dem sogenannten „Altenteil“, dem „Auszugshaus“ des Hofes, weiter gestalten sollte und welche Unterhaltssicherungen ihnen vom Jungbauern zugestanden werden mussten. Liest man solch einen „Erbkauf-Contract“ von 1830, wird man sich seines heutigen sorglosen Wohllebens voll bewusst. Man erhält Einblick, wie wichtig ohne ein vorhandenes Rentensystem damals diese Absicherung der Altersversorgung war, und man erfährt, welche Zuwendungen in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt an die Auszügler zu leisten waren. Überlebenswichtig für die Auszügler, die sich bis hin zum gesicherten Platz am Tisch oder dem Sitz auf der Steinbank vor der Haustür, dem Bereitstellen von Bettstroh u.v.a.m., gegenüber ihrem Nachfolger durchaus absichern mussten:

Der Käufer sichert Herberge und Wohnung in dem verkauften Guthe, auch in der Stube einen Raum am Tisch und am Ofen, auch auf der Söllerbank (Steinbank vor dem Haus), auch am Feuerfang mit kochen, waschen, backen, der Käufer sichert auch sein Lichterzeug zu (damals Kerzen oder Öl-Lampen), und dass die Auszügler an seinem Tische mit Essen und Trinken, so gut man solches hat, unendgeldlich zu versorgen und selbigen, das Bette in die Stube zu setzen. Sollten sie nicht an seinem Tische bleiben wollen, sichert er alljährlich auf Lebenszeit zu: drey Scheffel Korn, zwey Viertel Gerste, eyn Viertel Weitzen, eyn Scheffel Haidekorn, zwey Viertel Hafer in guter und reiner Körnung, sechzehn Kannen Butter, eyn Schock Käse, eyn Schock Eyer, in der Zeit von Ostern bis Martini wöchentlich zwey Kannen gute Milch, ferner eyn Scheffel Erdbirnen und Möhren, (…), acht Gebund Bettstroh, Erlaubnis einen Gänserich zu halten, drey Zeilen Kraut auf dem Acker, Käufer gibt unendgeldlich eyn Klafter kiefernes Schnittholz und wenn Eltern krank und liegenhaft werden sollten, verspricht Käufer, auf ihr Verlangen hin auf seine Kosten eine Wärterin zu halten und zu lohnen“.

(Auszug gekürzt). Verträge waren damals schon die Lebensversicherung für das Alter.

 

Erst in der ehemaligen DDR (1949-1990) wurden mit Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) im Jahr 1952 Möglichkeiten geschaffen, die nun als Landwirte deklarierten Genossenschaftsbauern in die Staatliche Versicherung für eine gesetzlichen Alterssicherung aufzunehmen. Die Regelung einer Altersabsicherung wurde für Bauern in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) erst 1957 gesetzlich eingeführt.

 

Der westliche Teil der Gemarkung Lotzdorf (die Hochflächen in Richtung Dresdner Heide / Bahnlinie) mit dem Anbau-Plan für die einzelnen Flurstücke / Felder der LPG "Junge Garde", etwa 1955. Quelle: Orig.-Anbauplan LPG "Junge Garde" (Ausschnitt)
Der westliche Teil der Gemarkung Lotzdorf (die Hochflächen in Richtung Dresdner Heide / Bahnlinie) mit dem Anbau-Plan für die einzelnen Flurstücke / Felder der LPG "Junge Garde", etwa 1955. Quelle: Orig.-Anbauplan LPG "Junge Garde" (Ausschnitt)

Ganz besonders prekär gestaltete sich die Landwirtschaft in Ostdeutschland nach 1945. Es begann ein „Zeitalter der Planwirtschaft“. Die Berichte von Zeitzeugen wirken heute, mit Abstand gesehen, schon fast kurios, waren zu ihrer Zeit jedoch durchaus verunsichernd und gaben oftmals Anlass zur Besorgnis. In der sowjetischen Besatzungszone wurde nach Kriegsende und der diesem Krieg wiederum folgenden Hungerzeit, fieberhaft versucht, das Überleben der Bevölkerung zu sichern. Unter Führung und Leitung der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) wurde eine sozialistische Planwirtschaft nach sowjetischen Vorbild aufgebaut, unter dem Leitsatz: „Der Plan, die Planerfüllung sind oberstes Gesetz“. Heimkehrende Kriegsgefangene aus der Sowjetunion kannten die Schattenseiten dieser Planwirtschaft bereits aus Erfahrung. Hinter vorgehaltener Hand wussten sie zu berichten: Wurde in „Russland“ eine Straße in mehreren Planabschnitten gebaut, gab es für jeden dieser Teile einen geplanten Endtermin der Fertigstellung. War nun der erste Teil entsprechend des Planes geschafft, jedoch für den nächsten Teilabschnitt kein Material vorrätig, was oft vorkam, wurde wegen der Einhaltung der Planvorgabe das Material vom ersten Teil wieder ausgebaut und für den nächsten zu erfüllenden Abschnitt verwendet. Damit war dem Plan Genüge getan. Teil zwei der Straße war termingetreu fertig und konnte übergeben werden, obwohl der erste Teil schon wieder „Wüste“ war. Wahr oder nicht wahr? Keiner wusste es. Zunehmend wurden aber auch hier in Ostdeutschland und der späteren DDR die aufgestellten Pläne und ihre Vorgaben zu einer starren Gesetzesvorlage erhoben.

Titelblatt der Plan-Auflage für Bauer Born (ges. 6 Seiten).
Titelblatt der Plan-Auflage für Bauer Born (ges. 6 Seiten).

Da offensichtlich eingeschätzt wurde, dass Deutsche bisher nicht wussten, was eine planvolle Arbeit sein könnte, wurden Zirkel zum Studium sowjetischer Arbeitsmethoden gegründet. Neue Begriffe hielten Einzug, mit Bezeichnungen wie „das Rayon Radeberg“ und „Erfüllung der Norm“. Jegliche Nichterfüllung der Planvorgaben wurde öffentlich gemacht und wegen „schlechter Wirtschaftsweise vom Kreisrat mit einer Strafe belegt“, wie es auch Lotzdorfer Bauern widerfuhr. Ohne Prüfung der Ursachen. Nur allzu schnell konnte in dieser Nachkriegszeit eine Nichterfüllung des Planes als Sabotage, Zusammenarbeit mit dem Klassenfeind oder als „Kriegstreiberei“ ausgelegt werden, was gravierende Folgen für den vermeintlichen „Saboteur“ mit sich bringen konnte.

Da die Not der Bevölkerung nach dem Krieg groß war, wurden die Bauern mit hohen Abgabeforderungen für Getreide und Kartoffeln belegt, die in der Folgezeit mehrmalig erhöht wurden. Die Erfüllung der Pläne besaß oberste Priorität. Jedoch kam bei der Festlegung der Soll-Größen keiner der Verantwortlichen auf die Idee, dass bei der Berechnung nicht nur pauschal die Flurgrößen in Hektar gesehen werden konnten, sondern auch die Lage der Äcker und ihre Bodenbeschaffenheit. Wer als Bauer nun das Pech hatte, dass seine Flurstücke durch Hang- und Gebirgslagen steinig und mit minderwertigen Böden ausgestattet waren, durchaus geeignet als Wiesen für die Hutung, jedoch als Anbauflächen für hohe Soll-Auflagen von Kartoffeln und Getreide völlig ungeeignet, so wurde doch die Planerfüllung entsprechend der Vorgaben gefordert. Bei Nichterfüllung drohten dem Bauern hohe Strafen. So passierte es nicht selten, dass Bauern, wenn sie ihr Soll nicht erfüllen konnten, selbst Wege suchten, die geforderte Menge aufzukaufen, um sie dann bei der VdgB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe) oder VEAB (Volkseigener Erfassungs- und Aufkaufbetrieb) als gefordertes Soll abliefern zu können, nur um der Bestrafung zu entgehen… In dieser Zeit wurde politisch zunehmend damit begonnen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, und es war nicht selten, dass jegliches Vernunftdenken oder berechtigte Gegenargumente zu Anweisungen mit der Floskel abgetan wurden: „Wie ist deine Einstellung? Entscheide dich, bist du für Frieden oder Krieg?“ Wer wollte nicht für den Frieden sein? Damit war jegliche Diskussion abgewürgt, weitere Erörterungen gegenstandslos.

Eine Zeit für alle Bevölkerungsschichten, die nicht einfach war. Geprägt auch von Angst vor Denunziationen, Verhaftungen und Enteignungen. Der einst sich frei fühlende Bauer musste „die Rösslein noch fleißiger anspannen“, als eine neue Zeit der Ideologie und Propaganda in der Landwirtschaft ihren Einzug hielt. Ein Jahr vor Gründung der ersten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), im Jahr 1952, wurde der folgende Appell 1951 an die Bauernschaft verfasst:

Bäuerinnen und Bauern, bringt Eueren Protest und Eueren Friedenskampf dadurch zum Ausdruck, dass Ihr Selbstverpflichtungen zur Steigerung der Produktion in der Landwirtschaft übernehmt, denn unser General-Sekretär Kurt Viehweg sagt:

‚Jeder Liter Milch, jeder Zentner Getreide, jedes Ei, die mehr erzeugt werden, sind ein Gewicht in der Waagschale des Friedens. Übernehmt Selbstverpflichtungen zum Abschluss von Schweinemastverträgen, zum freien Aufkauf und zur Steigerung der Produktion. Ihr beweist damit, dass Ihr wahre Friedenskämpfer seid.“  [Kreisverband der VdgB (BHG) Dresden/1951].

Anfang der 1950er Jahre setzte für die Durchsetzung von volkswirtschaftlichen Zielen eine Welle der kommunistisch-politischen Werbung ein. Mit Formen der Agitation und Propaganda nach sowjetischem Vorbild wurde, u.a. auch zur Unterstützung der geplanten Genossenschaftsbildungen in der Landwirtschaft, geworben. Auch im Radeberger Gebiet waren zunehmend Einsätze von Lautsprecherwagen üblich, die durch die Straßen fuhren. Zumeist waren es FDJ-ler und Funkmechaniker-Lehrlinge des Großbetriebes Sachsenwerk Radeberg, die damit beauftragt waren, kämpferische Durchsagen mit Megaphonen vorzunehmen. Laut geschmetterte Losungen, Aufrufe, Appelle, ergänzt mit Kampfliedern, waren an der Tagesordnung, so u.a.: „Stadt und Land, Hand in Hand im Kampf um die Einheit Deutschlands und den Frieden“ (1951). Verstärkt kam es auch zur Bildung sogenannter Agitprop-Gruppen, die als Sprechchöre zur Beeinflussung und aktuellen Aufklärung über politische Ziele in den Ortschaften eingesetzt wurden. Diese kleineren Gruppen von freiwilligen Jugendlichen aus Großbetrieben oder auch Studenten, die Mitglied der seit 1946 neugegründeten Freien Deutschen Jugend (FDJ) waren, führten unter Anleitung eines Agitators, zumeist des hauptamtlich eingesetzten FDJ-Sekretärs des Betriebes oder der Studieneinrichtung, einen mehr oder minder erfolgreichen Propagandafeldzug für die „gute Sache der Kollektivierung der Landwirtschaft“ durch. Das Ganze konnte schnell lächerliche Formen annehmen, wenn der gesamte Blauhemd-Trupp eifrig hinter dem als Führer voraneilenden Agitator durch die Straßen eilte, der stets immer wieder nach wenigen Metern hektisch stehenblieb, sich zu seiner Gefolgschaft umdrehte, wie ein Dirigent beschwörend die Arme in die Höhe riss, um den Takt zu seinen folgenden, großartigen Worten anzugeben, welche dann von der gesamten Truppe unter seiner Leitung im Chorus als lautstarke Parolen gerufen wurden, z.B.:

Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein“

oder

Wenn morgens früh` die Sonn aufgeht und abends wieder untergeht,

wenn Tags sie scheint in heller Pracht, das hat die SED gemacht.“

 

Da wieherten natürlich nicht nur die Rösslein, und es sträubte sich nicht nur ihnen das Fell…

 

Quellen:

  • Stadtarchiv Radeberg: Gemeindebuch für Lotzdorf,
    Registratura Amt Radeberg 1839
  • Stadtarchiv Radeberg: Aufruf an Bäuerinnen und Bauern, 22.8.1951
  • Prof. Dr. Arldt: Radeberg, Ein Heimatbuch
  • Gabke: „Grundsätze des Dorf-und Bauernrechts“, Halle 1780
  • Wikipedia: Alterssicherung der Landwirte, Rechtsstatus der Bauern
  • Gesprächsnotizen: Frau Winkel, Frau Bergmann, Herr Horn, Herr Gräfe
  • Schönfuß-Krause: „Familien-Chronik“, Eigenverlag, Radeberg 2012
  • Otto Wittich: Spruchsammlung der DDR
  • A. Schiffner: Handbuch Königreich Sachsen, Leipzig, Fr. Fleischer 1840
  • Karten:  Isaak J. v. Petri 1759, Kurfürstentum Sachsen, Bl. 8A, Privatbesitz.
    Meilenblatt, Top. Landesaufnahmen, dd hstad-mf0001674.
    Stadtplan Radeberg 1936.   

 


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