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Radeberg, Grüne Stadt, Grünes Band, Rödertal
Radeberg, Grüne Stadt, Grünes Band
Rödertal, Leithen, Lotzdorfer Rödertal, Grüne Industriestadt Radeberg
Grünes Band Radeberg, Leithen, Lotzdorf.
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Es grünt so grün...

nicht nur "wenn Spaniens Blüten blühen", sondern auch in Radeberg

Grüne Stadt Radeberg, Grünes Band Radeberg, Grüne Industriestadt Radeberg: betrachtet wird der Kern der Grünen Lunge Radebergs, das westlich des Stadtzentrums gelegene Rödertal mit den Abschnitten An den Leithen, Lotzdorfer Rödertal, der Lotzdorfer Mühlenweg, die Geologie des Rödertales am Westrand der Lausitzer Platte, 

Vollständige, mit umfangreichem Bildmaterial ausgestattete Fassung.       

Gekürzt veröffentlicht in 4 Folgen  in "die Radeberger"  Nr. 30 vom 27.7.2018  bis
                                                             Nr. 33 vom 17.8.2018 


Es grünt so grün...

nicht nur "wenn Spaniens Blüten blühen",

sondern auch in Radeberg

"An den Leithen" in Radeberg, mit dem Blick über die Röder-Auwiesen zur Radeberger Stadtkirche
"An den Leithen" in Radeberg, mit dem Blick über die Röder-Auwiesen zur Radeberger Stadtkirche

Welch Freude, welch Lebensfreude „Grün“ auslösen kann, wissen wir spätestens seit dem Songtext im Musical „My Fair Lady“. Heute schätzt man diese Farbe mehr denn je, denn die zunehmende Betonierung unserer Umwelt macht es der Farbe „Grün“ immer schwerer, sich zu behaupten. Nicht so in Radeberg und seiner Umgebung. Bereits langfristig 2004 wurde in einem Landschaftsplan ein Konzept festgeschrieben, das für die Erhaltung und Bewahrung der Natur des Rödertales entsprechende Teilräume untersuchte und u.a. entsprechend ihrer Erholungseignung bewertete. So wurden mit „sehr hoher Erholungseignung“ besonders auch die Gebiete des Rödertales mit Tobiasmühle bis Talmühle (Nr.9), die Leithen (Nr.10) und das Rödertal in Liegau-Augustusbad mit dem Grundmühlenbach (Nr.28) eingestuft. Aber das waren damals selbstverständlich nur Teilgebiete in dem großen Planungsentwurf und Vorhaben. Jetzt wissen wir seit Februar 2017, es wird Realität. Radeberg und die Radeberger können sich freuen, ihre gesamte Stadt soll zur „Grünen Stadt“ umgestaltet werden. Es ist mit Sicherheit eines der vielen Vorhaben der Stadt Radeberg, das anlässlich der 800-Jahrfeier im Jahr 2019 und über diesen Zeitraum hinaus verwirklicht werden soll, welches wohl alle Bürger, ohne Ausnahme, erfreuen dürfte.

Dass die Umsetzung dieser Stadt- und Landschaftsplanung, durch den Stadtrat und die Stadtverwaltung vorbereitet und konzipiert als Programm „Grüne Stadt Radeberg“, nur in einzelnen Teilabschnitten realisiert werden kann, ist bei solch einer umfassenden Aufgabe wohl selbstverständlich. Ideale Voraussetzungen sind, durch die natürlichen Ressourcen der Landschaft des Rödertales mit ihrem Wald- und Gewässerreichtum und der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt, gegeben, um entsprechend der Konzeption der Stadt, das Tal der Großen Röder mit dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) Hüttertal, dem Tal der Schwarzen Röder sowie dem Hofegrundbach zu schützen, nicht zu verbauen und als „Grünes Band“ einer sanften, landschaftsorientierten Erholung und Freizeitgestaltung zuzuführen. Mit Sicherheit der Schritt in die richtige Richtung, um auch für zukünftige Generationen dieses „Geschenk der Natur“ zu erhalten und weiterzureichen. Die Zielstellungen sind dabei sehr umfangreich und beinhalten die Verbesserungen des Wohnumfeldes, Möglichkeiten der Naherholung, der Familienfreundlichkeit bis hin zu der attraktiveren Gestaltung der Innenstadt Radeberg mit neu zu schaffenden Grünanlagen an der Großen Röder, Wegeverbindungen und Ruhezonen.

Ein anspruchsvolles Programm, das auch die Kenntlichmachung der ehemaligen Mühlen mit ihren Wehranlagen als Teil der bau- und industriegeschichtlichen Bedeutung an der Röder berücksichtigen will und mit dem Ausbau bestehender Wander- und Radwege zu einem barrierefreien Radeberg beitragen möchte. Das zu erreichende Ziel geht jedoch noch weit über die Stadt Radeberg hinaus. Ein durchgängiges „Grünes Band“, also ein Wegeverlauf entlang des Röderflusses, soll „als die Verbindung zwischen dem Steinbach-Stausee Kleinröhrsdorf/Wallroda entlang der Großen Röder, durch das LSG Hüttertal bis zum Seifersdorfer Tal als touristisches Angebot ergänzt und ausgebaut werden“ (Programm „Die Grüne Stadt Radeberg“, Präambel. Febr. 2017).

Übersichtskarte An den Leithen, Lotzdorf, Liegau mit den heutigen Grenzen der Gemarkungen (Fluren) Radeberg, Lotzdorf, Liegau und Wachau.
Übersichtskarte An den Leithen, Lotzdorf, Liegau mit den heutigen Grenzen der Gemarkungen (Fluren) Radeberg, Lotzdorf, Liegau und Wachau.

In der Innenstadt von Radeberg wird diese Durchgängigkeit des „Grünen Bandes“ noch sehr viel Aufwand erfordern, ist aber ab dem Beginn des Weges „An den Leithen“ bereits vorhanden und nachvollziehbar. Der Talweg zieht sich hier in diesem Teil seit Jahrhunderten durchgängig entlang der Großen Röder, größtenteils auf Lotzdorfer Flur, bis in das Lotzdorfer Rödertal, wird zum Verbindungsweg der Mühlen in Richtung Lotzdorf, geht ohne Unterbrechung in das Rödertal mit dem Ortsteil Liegau-Augustusbad über, von hier in das berühmte Seifersdorfer Tal mit seinem Natur-Ensemble und Landschaftsgarten mit wertvollen Kulturdenkmalen aus der „Zeit der Empfindsamkeit“ und weiter bis zum Wasserschloss Hermsdorf mit seinen Parkanlagen. Immer entlang der Großen Röder.

Nicht umsonst wurde dieses Gebiet von der Stadtverwaltung Radeberg mit „sehr hoher Erholungseignung“ eingestuft. Es lohnt sich, dieses Teilstück „Grünes Band“ mit seinen Besonderheiten und seiner unvergleichlichen Natur näher zu betrachten – ein Erlebnis der besonderen Art, gleich „um die Ecke“ in der Stadt, in unserer unmittelbaren Umgebung. Nicht umsonst ist dieses Gebiet ein Teil des EU-Fauna-Flora-Habitats 4848-301 „Rödertal oberhalb Medingen“.

 

Die Leithen - Der grüne Zugang von Radeberg zur Lotzdorfer Flur

bis in das Seifersdorfer Tal

Eine besonders schöne Wegstrecke und Weiterführung der Großen Röder als durchgehendes grünes Band, mit einem Wegeverlauf entlang des Flusses bzw. parallel zu ihm in unmittelbarer Flussnähe, beginnt am Eingang des Weges „An den Leithen“ in Radeberg. In unserem heutigen Sprachgebrauch wird das alte mittelhochdeutsche Wort „Leithen“ für „Hänge“ übersetzt, also „An den Hängen“.

Dieser Weg war von Anbeginn der Besiedlung, wie auch heute noch, der „grüne Zugang“, um in einer unvergleichlich schönen Natur von Radeberg und der Lotzdorfer Flur aus, auf kürzestem Weg entweder zur Dresdner Chaussee, in die Dresdner Heide oder bis nach Langebrück zu gelangen, oder über das Rödertal nach Lotzdorf, Liegau, in das Augustusbad bis in das berühmte Seifersdorfer Tal und weiter nach Schönborn und Hermsdorf. Um diese Ortschaften zu erreichen, war dieser Weg durch die Leithen für die Radeberger Bürger und Einwohner der kürzeste und am schnellsten begehbare Talweg. Besonders auch für die Bewohner der „Dresdner Vorstadt“, die zwischen dem Dresdner Tor (heute Ecke Obergraben/Hauptstraße) und der „Spittelbrücke“ (Röderbrücke Dresdner Straße) wohnten. Auch für die Pfarrer war es die kürzeste Verbindung, wenn sie zum Gottesdienst nach Schönborn eilen mussten. Ihre Wegstrecke war vom Kirchberg aus zum Niedergraben und vorbei an der gegenüberliegenden Herrenmühle, um von dort in die Leithen, dann den Talmühlenweg in Richtung Lotzdorf und vor Lotzdorf auf den Leichenweg nach Schönborn gelangen zu können.

Eine immer noch bestehende Besonderheit dieses Weges durch die Leithen besteht darin, dass er seinen Anfang auf Radeberger Flur nimmt, sich dann jedoch kurz nach dem rechtsseitig gelegenen Steinbruch auf Lotzdorfer Flur weiterzieht, denn die Lotzdorfer Flurgrenze verläuft in gerader Nord-Süd-Linie, hinter dem Standort des heutigen Friedhofes auf dem Häselsberg, bis ins Tal hinab zum rechten Ufer der Röder. Ab hier ist die Röder der natürliche Grenzfluss zwischen Radeberg und Lotzdorf. Der Fluss selbst und das linksseitige Gebiet gehören bis zur ehemaligen Feilenfabrik zur Radeberger Flur. Die rechte Uferseite ist Lotzdorfer Flur. Ab der Feilenfabrik verläuft die Lotzdorfer Flurgrenze nach links durch die „Radeberger Röder“ hindurch, diese wird nun zur „Lotzdorfer Röder“, die weitere Flurgrenze Lotzdorfs berührt die Talstraße und geht weiter unterhalb der Ernst-Braune-Siedlung bis zur Höhe der Dresdner Straße mit den Heidehäusern (s. Karte). Der Weg „An den Leithen“ befindet sich also größtenteils auf Lotzdorfer Gebiet.

Gleich am Beginn der „Leithen“ rechts war  früher „Großmanns Teich“, der aus dem „Friedhofsbach-Tal“ gespeist wurde (Einschnitt zwischen Sandberg / Badstraße und Häselsberg / Neuer Friedhof, siehe Karte). Der Friedhofstraßen-Damm quert heute dieses Tal.
Gleich am Beginn der „Leithen“ rechts war früher „Großmanns Teich“, der aus dem „Friedhofsbach-Tal“ gespeist wurde (Einschnitt zwischen Sandberg / Badstraße und Häselsberg / Neuer Friedhof, siehe Karte). Der Friedhofstraßen-Damm quert heute dieses Tal.

Die Entstehung des Weges und sein natürlicher Verlauf durch die Leithen ist historisch auf das Engste mit der Inbetriebnahme der Mühlen an der Röder zu verstehen, die erreichbar sein mussten und die fast alle mehrere Gänge hatten (z.B. Mahlen, Walken, Schneiden, Hammerwerk, Schleifen oder Öl- und Papiermühle). So säumten allein ab der Herrenmühle fünf Mühlen, aufgereiht wie an einem „Band“, das Ufer des Röderflusses bis Lotzdorf. Auf der Landkarte ersieht man in diesem Zusammenhang eine Besonderheit, die bisher noch nirgends Erwähnung fand: Die fünf Mühlen, ab der Herrenmühle in Radeberg bis zur Rasenmühle in Lotzdorf, haben alle einen durchschnittlich gleichen Abstand von ca. 600 Meter voneinander. Das zeigt, dass die Müller die Fließgeschwindigkeit des Wassers und seine Antriebskraft von einer Mühle zur anderen genau berechnet haben müssen, um nicht den Betrieb des nachfolgenden Müllers am Fließgewässer der Lotzdorfer Flur zu gefährden. Dass dies nicht selbstverständlich war, ist aus Akteneinträgen über die stadtnahen Mühlen Radebergs zu ersehen, wo es zu Streitigkeiten wegen zu dichter Standorte, damit verbundenem Wassermangel und Störungen des nachfolgenden Mühlenbetriebes kam. Dieses uralte Handwerk nutzte den Fluss mit seinen sich verändernden Wasserständen und seiner Wasserkraft seit alters her. Die für das Betreiben eines Mühlenbetriebes erforderlichen Regulierungsvorgänge veränderten jedoch die Flusslandschaft der Röder in den Leithen kaum.

Blick aus den Leithen auf Radeberg, rechts die Hänge zum Galgenberg (Brauereiberg). Postkarte um 1910. Museum Schloss Klippenstein Radeberg
Blick aus den Leithen auf Radeberg, rechts die Hänge zum Galgenberg (Brauereiberg). Postkarte um 1910. Museum Schloss Klippenstein Radeberg

Der Fluss blieb in seiner Naturbelassenheit. Noch heute sind die Relikte der Vergangenheit teilweise an der ehemaligen Stadtmühle (zuletzt Saftmosterei B. Tittel) sichtbar, z.B. Reste von Wehranlagen, die erforderlich waren, um das Wasser entsprechend des gewünschten Bedarfs aufzustauen oder abzulassen, dieses über den Mühlgraben dem Wasserrad bzw. Mühlrad für die Antriebskraft zuzuführen und nach getaner Arbeit wieder der Röder zuzuleiten. Man kannte das Wort „Nachhaltigkeit“ damals noch nicht, handelte aber durchaus genauso verantwortungsvoll.

Aber die Entstehung des Weges durch die Leithen war einst auch für die Bauern Lotzdorfs und des Freigutes wichtig, die ihre Auwiesen bewirtschafteten und Vieh-Hutung betrieben. Er war in vergangenen Zeiten so breit gehalten, dass er mit Ochsen-Karren oder Pferdefuhrwerken befahrbar war und wurde auch zum einzigen Zugang zu den Steinbrüchen. Heute ist er in Teilstücken nur noch ein fast unpassierbarer Graspfad.

Die „Ratsherrenmühle“ / spätere Papierfabrik um 1900. Die ab 1905 zwischen Villa und Fabrik verlaufende „Lange Straße“ (heutige Pulsnitzer Straße) gab es noch nicht.  Foto: Max Türcke. Museum Schloss Klippenstein
Die „Ratsherrenmühle“ / spätere Papierfabrik um 1900. Die ab 1905 zwischen Villa und Fabrik verlaufende „Lange Straße“ (heutige Pulsnitzer Straße) gab es noch nicht. Foto: Max Türcke. Museum Schloss Klippenstein

Von Radeberg aus beginnt der Zugang des Weges „An den Leithen“, von der heutigen Pulsnitzer Straße aus, seit Jahrhunderten an der „Herrenmühle“, auch „Ratsherrenmühle“ genannt (zuletzt Papierfabrik). Diese Mühle wurde auch als „Mühle vor dem Dresdner Tor“ bezeichnet und lag am Rande der bewohnten Stadtflur. Die Namensgebungen der Mühlen Radebergs gehen zumeist auf die unterschiedlichen Besitzverhältnisse zurück. So gehörte die Herrenmühle dem Herzoglichen Landesfürsten, also dem „Herren“. Damit war sie eine der fünf Mühlen, die dem Amt Radeberg unterstanden und dem Amtsburglehn zugehörig waren. Bereits aus dem Jahr 1570 ist belegt, dass die Herrenmühle vom Amt an die Stadt, also an den Rat zu Radeberg, verpachtet wurde und deshalb den Namen „Ratsherrenmühle“ erhielt. Im Jahr 1840 kam sie mit dem übrigen Amtsburglehn unter die Gerichtsbarkeit der Stadt Radeberg und wurde ein Teil von ihr. Ab 1870 wurde sie schließlich in eine Papiermühle und Kartonagenfabrik umgewandelt.

 

Mit dem Betreten des Weges „An den Leithen“, hinter der ehemaligen Herrenmühle, nimmt man die Schönheit einer höchst interessanten Radeberger Landschaft wahr, die typisch für die Umgebung der Stadt und das gesamte Rödergebiet ist. Der Felsboden, auf dem Radeberg einst aufgebaut wurde, geht in seiner Entstehung auf große erdgeschichtliche Ereignisse zurück, die hier in früheren Erdzeitaltern stattgefunden haben. Die alte Stadt Radeberg wurde erhöht „auf dem Berg“ gebaut, dessen Felsboden in steileren Hängen zum Röderfluss abfällt. Interessant ist, dass die rechte Seite der Großen Röder begrenzt wird durch die letzte Scholle der „Oberlausitzer Überschiebung“, dem westlichsten Teil der Westlausitzer Hochfläche, deren heraustretendes Gestein rechtsseitig den Röderfluss bis über das Seifersdorfer Tal hinaus begrenzt.

Als ganz typische Merkmale dieser Landschaft kann man feststellen, dass, bis auf wenige Ausnahmen, die zumeist hoch aufstrebenden Talwände mit ihren schroffen Felsbildungen immer rechtsseitig der Röder zu finden sind, die sich ihren Weg entlang dieser „Kante“ der Westlausitzer Hochfläche gesucht hat. Im Gegensatz dazu wird die linke Seite der Röder zumeist durch hügeliges Wiesenland mit waldreichen Hängen gekennzeichnet. Oder der Fluss sucht sich seinen Weg durch Taleinschnitte, zwischen Felswänden, wie an den sogenannten Eselstrappen des Lotzdorfer Rödertales.

Röder-Auwiesen in ihrer vollen Weite. Rechts die bewaldeten  Abhänge der Röder (die „Leithen“) vom Lotzdorfer Schafberg,  links der Ufer-Bewuchs der Röder.
Röder-Auwiesen in ihrer vollen Weite. Rechts die bewaldeten Abhänge der Röder (die „Leithen“) vom Lotzdorfer Schafberg, links der Ufer-Bewuchs der Röder.

Der Weg in den Leithen schlängelt sich, als ein einziger schmaler Talweg parallel zur Großen Röder, flussabwärts in westliche Richtung. Eine Ausnahme bildet nur eine Wegabzweigung, die sich gleich am Anfang der Leithen befindet, noch auf Radeberger Gebiet. Dieser Weg führt nach rechts hinauf zum Häselsberg, auf dem sich der 1894 angelegte neue Radeberger Friedhof befindet. Geht man diesen Weg weiter bergauf, kommt man auf den Schafberg mit der Hochfläche der Lotzdorfer Flur und ihren Feldern, und von hier aus, sich rechtsseitig haltend, auf einem Feldweg nach dem im Jahr 1920 mit Radeberg vereinigten alten Waldhufendorf Lotzdorf

Der linksseitige Haupt-Talweg in den Leithen, unterhalb des Häselsberges, führt vorbei an einem heute mit Buschwerk bewachsenen, zerklüfteten Steinbruch auf der rechten Wegeseite, wo einstmals größere Gesteinsvorkommen von Granodiorit abgebaut wurden. Dahinter öffnet sich das Wiesental der Leithen mit seinen sanften Bergwiesen. Linksseitig schlängelt sich die Röder, in Wiesen eingebettet, dahinter streben die steilen Hänge zum ehemaligen Galgenberg auf, später Hospitalberg und heute Brauereiberg, mit modernen Brauereigebäuden bebaut.

Der „berühmte Blick“ aus den Leithen zurück zur Stadtkirche
Der „berühmte Blick“ aus den Leithen zurück zur Stadtkirche

Ein Blick rückwärts zur Stadt zeigt ein einmaliges Panoramabild des Kirchturmes der Ev.-Luth. Stadtkirche, umrahmt von Grün. Der weitere Weg in den Leithen wird rechtsseitig gesäumt von einem Schutzstreifen uralten Baumbewuchses, der den aufstrebenden Hang wie ein grüner Gürtel bedeckt, bevor die Hochfläche mit den Feldern der Lotzdorfer Flur angrenzt. Die Mischung dieser heimischen Gehölze am rechtsseitigen Wegrand stellt eine natürliche Waldgesellschaft verschiedenster Formen und Arten dar. Das Farbenspiel von Licht und Schatten, die Schönheit altehrwürdiger Stieleichen, Hainbuchen, Ahornbäume, Sommerlinden, Waldkiefern, Wildkirschen, Schwarzem Holunder, Haselsträuchern und Sandbirken, steht in starkem Kontrast zu der offenen und lichten Auenlandschaft mit der Röder auf der linken Talseite. Hier findet sich am Röderufer vor allem der Bewuchs mit Erlen, Ulmen, Eschen und Eichen.

Der Blick über die Auwiesen gibt linksseitig den Blick frei auf die gegenüberliegende Röderseite, wo einst die alte „Stadtmühle“ und das „Vorwerk Rödershausen“ lag, die bereits seit 1445 Erwähung fanden. Nach ihren Vorbesitzern von 1696 – 1772, der Oberförsterfamilie Bruhm aus Langebrück, die neben der Mühle auch Besitzer des Vorwerkes war, wurde die Mühle auch als „Oberförstermühle“ bezeichnet, danach als „Probstmühle“. Die Stadtmühle nahm auf Grund ihrer Lage eine besondere Stellung unter den Radeberger Mühlen ein. Sie lag am linksseitigen Röderufer, damit genau an der Grenze der Stadt Radeberg zur Lotzdorfer Flur, sie stand unter Jurisdiktion des Rates und an der Mündung des Goldbaches, der als Zufluss aus der Großerkmannsdorfer Flur kommend, sich nach der Wehranlage mit dem abfließenden Wasser des Mühlgrabens verbindet, um in die Große Röder aufgenommen zu werden.

Die Stadtmühle. Ansicht um 1910
Die Stadtmühle. Ansicht um 1910

Die Stadtmühle hatte über viele Jahrhunderte eine besondere Tradition. Alljährlich wurde hier an dem sogenannten „Meisterwehr“, dem angestauten, fischreichen Wehrteich, das „Meisterfischen der Radeberger Innungen“ abgehalten. Ein Brauchtum, das in der Stadt Radeberg gepflegt wurde, nach ganz bestimmten Innungsregeln ablief und an dem die Einwohner Radebergs mit allgemeiner, großer Begeisterung teilnahmen.

Das Gebiet um die ehemalige Stadtmühle. Links die große Röder-Schlaufe. Basiskarte: Stadtplan 1936. Grafik: Verfasser
Das Gebiet um die ehemalige Stadtmühle. Links die große Röder-Schlaufe. Basiskarte: Stadtplan 1936. Grafik: Verfasser

Wie wichtig diese Tradition für die Stadt war, wird daraus ersichtlich, dass 1535 sogar ein Otterstecher aus Bad Schandau für die Ämter Pirna, Dresden und Radeberg eingestellt wurde, dem auch das Fangen von Fischottern am Meisterwehr aufgetragen worden war. Der Fang eines Fischotters 1678, der „55 Pfund und 16 Lot schwer war“, dokumentiert neben vielen anderen Berichten über Flora und Fauna die vielseitige Tierwelt dieses Röderauengebietes.

 

Stadtansicht um 1835 (Ausschnitt). Im Vordergrund links die neue "Scherz'sche Fabrik", in der Mitte das Vorwerk Rödershausen und die Stadtmühle, rechts die Dresdner Chaussee.
Stadtansicht um 1835 (Ausschnitt). Im Vordergrund links die neue "Scherz'sche Fabrik", in der Mitte das Vorwerk Rödershausen und die Stadtmühle, rechts die Dresdner Chaussee.

Im Juli 1835 wurde in der Thieme-Knobloch-Chronik vermerkt: „Der Schönferber und Fabricht C.W. Scherz führte bei seiner käuflich an sich gebrachte Stadtmühle ein groses Fabrickgebäude auf, welches auch äußerlich einen vortrefflichen Anblick gewährte.“ Eine neue Mühlenepoche im Zeitalter der Industrialisierung begann…

Die Einmündung der Lotzdorfer „Freigut-Allee“ (von links kommend) auf den Weg „An den Leithen“, Rechts die ehem. Feilenfabrik
Die Einmündung der Lotzdorfer „Freigut-Allee“ (von links kommend) auf den Weg „An den Leithen“, Rechts die ehem. Feilenfabrik

Nach der Stadtmühle zieht sich das Band der Großen Röder vorbei an dem Gebäudekomplex der ehemaligen Feilenfabrik. Bevor der Talabschnitt der Leithen endet, mündet an dieser Stelle noch der rechtsseitig vom Freigut Lotzdorf kommende, über den Schafberg führende und ehemals befahrbare herrschaftliche Allee-Weg auf den Talweg „An den Leithen“. Er diente den Freigutsbesitzern als Abkürzung, um das Tal mit den Mühlen zu erreichen oder die „Dresdner Chaussee“, aber auch dazu, um Viehbestände und Pferde in die Schwemme der Röder zu führen.

Auf eine Besonderheit sei noch hingewiesen. Kurz vor der Lotzdorfer Feilenfabrik, von der Radeberger Talstraße aus in Richtung des Talweges nach Lotzdorf gesehen, steht eine alte Steinbrücke über die Große Röder. An dieser Stelle befindet sich der Zufluss des „Markbaches“. Er wird auf Karten von 1820 auch als „Markgraben“ ausgewiesen, was so viel wie Grenzbach oder Grenzgraben bedeutet. Und das war er auch von alters her, die natürliche Grenze zwischen Radeberger und Lotzdorfer Flur. Er beginnt seinen Bachlauf nahe den Flurgrenzen entlang der Dresdner Heide zu Radeberg, wurde in den früher mehrstufigen „Färberteichen“ (Teiche am Heiderand hinter der Forststraße) angestaut, und sein weiterer Verlauf ist genau an der Grenze der Lotzdorfer Flur zum Radeberger Gebiet nachzuverfolgen. Über Jahrzehnte wurde er im Winter unterhalb der sogenannten Ernst-Braune-Siedlung, zwischen Gartenstraße und Eselstrappen, auf einer Wiesenfläche angestaut, und die Eisfläche ermöglichte Jung und Alt Schlittschuhlauf-Vergnügen. Der Grenzbach „Markbach“ mündet unterhalb der Talstraße in die Große Röder.

Resümee 

Die Leithen sind heute durchaus eine ökologische Seltenheit - ein Geschenk der Natur für die Stadt Radeberg und das mit ihr vereinigte Lotzdorf.

Ungeachtet der Entwicklung in den letzten 150 Jahren zu einem bedeutenden Industriestandort und einer damit verbundenen Ausweitung der bebauten Stadtflächen, hat der landschaftliche Reiz des Radeberger Rödergebietes kaum eine Einbuße erfahren. Die Leithen liegen nicht mehr „am Ende der bewohnten Stadt“, sondern sind heute zu einer „grünen Lunge“ am Stadtkern geworden. Eine wichtige Funktion für eine gesunde Stadt.

Die Talmühle mit den Felswänden der Röder-Schleife. Vorn die alte Steinbogen-Brücke an der ehem. Feilenfabrik Radeberg-Lotzdorf..
Die Talmühle mit den Felswänden der Röder-Schleife. Vorn die alte Steinbogen-Brücke an der ehem. Feilenfabrik.

Bis zum großen „Röder-Knick“ an den Eselstrappen (vor der Talmühle) verlaufen die Leithen in Richtung Westen, und mit dem sich nahtlos nach Norden anschließenden Lotzdorfer Rödertal ergeben sie als Gesamtheit mit ihrer „Produktion“ einer gesunden, sauerstoffreichen, sauberen Luft einen nicht zu unterschätzenden Faktor für gesundes Wohnen und ein gutes Stadtklima, denn durch die vorherrschende Hauptwindrichtung aus West bis Nordwest wird diese reine Luft im Wesentlichen zur Radeberger Kernstadt gelenkt. Von Anfang an haben unsere Stadtplaner vergangener Zeiten klug beachtet und berechnet, dass neben dem Standort-Vorteil „Eisenbahnanschluss“ die Mehrzahl der Betriebe am Südost-Rand der Stadt angesiedelt werden müssen, um damit deren Abgase mit der Haupt-Windrichtung von der Stadt wegzuleiten. Der früher in den Anfangsjahren des 20.Jahrhunderts bereits schon einmal propagierte Namens-Zusatz „Grüne Industriestadt Radeberg“, als Werbung für Radeberg, ist also durchaus sachlich begründet gewesen. Er verdient, wiederbelebt zu werden.

Die Wegeführung durch die Leithen ist heute noch genau so erhalten, wie sie bereits auf historischen Karten vor 200 Jahren eingezeichnet wurde, z.B. in den „Meilenblättern“ um 1830. Im Jahr 1835 kam ein Sohn dieser Stadt Radeberg, der Weinhändler Carl Alexander Knobloch, sogar mit den Leithen auf eine einträgliche Geschäftsidee und Werbestrategie. Er ging in seiner Begeisterung über die schöne Umgebung seiner Stadt so weit, dass er eine „Weinkarte“ lithographieren ließ, die Radeberg als Weingegend darstellte. Er wollte damit die sächsischen Weine auch in anderen Gegenden bekannt machen. Sein Motiv waren die Leithen mit den Anhöhen von der Herrenmühle bis zur Ulbrichtsmühle (Talmühle) auf der rechten Seite, „welche mit Kiefern und Strauchwerk bewachsen, auf der Karte als Weinberge dargestellt, und auf der Röder segelten mit Weingebinden beladene Kähne“ (Chronik Thieme Knobloch). Dieser kleine „Werbebetrug“ mit den Leithen als Weinberggegend war laut Chronik damals sehr erfolgreich.

Die Leithen sind auch beliebtes Gebiet für Kindergärten-Spaziergänge
Die Leithen sind auch beliebtes Gebiet für Kindergärten-Spaziergänge

Heute werden die Leithen als Teilabschnitt eines grünen, natürlichen Bandes wieder erneut entdeckt, denn diese seit Jahrhunderten verbliebene Natürlichkeit innerhalb des heutigen Stadtgebietes von Radeberg ist durchaus eine Seltenheit und nicht selbstverständlich. Die Flur der Leithen wurde nicht künstlich angelegt, die Röder nicht künstlich mit Dämmen oder Hochwasserschutz in diesem Gebiet reguliert, sondern die heute noch vorhandene einmalige Röderauen-Landschaft der Leithen wurde in den letzten Jahrhunderten in ihrem Ursprung belassen. Der einzige größere Eingriff durch Menschenhand in diese Naturressource ist sicherlich nur durch die Zurückdrängung eines vor vielen Jahrhunderten in diesem Gebiet vermuteten Auwaldes zu sehen. Flussauen galten schon immer als guter Siedlungsraum.

Mit der Besiedlung an dem natürlichen Flusslauf im 14./15. Jahrhundert, wie sie an der Großen Röder mit Mühlen, aber auch mit dem Vorwerk Rödershausen unmittelbar neben der Stadtmühle nachzuvollziehen ist, musste der Auwald weichen, da Land für die Weidegewinnung und Viehwirtschaft benötigt wurde. Diese dadurch entstandenen Fluss-Auwiesen der Großen Röder in den Leithen sind bis heute angestammte Überschwemmungsgebiete bei Starkregen und Hochwasser und ermöglichen damit die Ökologie einer intakten Auen-Landschaft, die es auch für die Zukunft zu erhalten gilt.

 

Das Lotzdorfer Rödertal –

romantischer Talweg entlang der Mühlen nach Lotzdorf

Mit dem Eintritt der Röder in die Lotzdorfer Flur an der ehemaligen Feilenfabrik verändert sie sich. Ihr bisher fast geradliniger, gleichmäßiger Weg in den Leithen wird an dieser Stelle durch eine unüberwindliche Gesteinsformation, die sich ihrem Lauf in den Weg stellt, aufgehalten. Die sogenannten „Eselstrappen“ zwingen den Fluss zur Umkehr, was die Röder mit einer großen Fluss-Schlaufe bewältigt, bevor sie, neue Wege suchend, ungestüm weiter in Richtung Norden fließt.

Die „Umkehr“ der Röder in der großen Röder-Schlaufe an den Eselstrappen
Die „Umkehr“ der Röder in der großen Schlaufe an den Eselstrappen

Dieses Gebiet, welches sie jetzt berührt, ist eines der schönsten und auch abwechslungsreichsten unserer unmittelbaren näheren Umgebung. Es erstreckt sich entlang des westlichsten Teiles der Westlausitzer Hochfläche, die diese interessanten Formen mit ihren Gesteinsbildungen hervorbrachte. Die Große Röder hat sich, seit undenklichen Zeiten, in diesen Taleinschnitten der Hochfläche tief ihr Flussbett eingegraben und eine einmalige Landschaft gestaltet. Nach der sanften Auenlandschaft der Leithen mit hügeligen Wiesen, wo sie noch ein „Radeberger Fluss“ war, bahnt sie sich nun als „Fluss der Lotzdorfer Flur“ ihren Weg in einer zum Teil gebirgig anmutenden Landschaft. Vorbei an unbewaldeten Hängen, plötzlich schroff heraustretenden Felsformationen an steilen Talwänden, die eng und schluchtenartig von dem Fluss ausgehöhlt wurden und die wieder im Wechsel mit lockerem Wald- und Buschland stehen und in Auenwiesen übergehen, wie der „Langen Aue“ bei Lotzdorf, bis hin zu Felswänden, wo an Steilhängen bereits vor Jahrhunderten große Steinbrüche betrieben wurden. Gesäumt wird die Große Röder an ihrem rechten Ufer wiederum von einem Talweg, mit dem die drei Lotzdorfer Mühlen seit Jahrhunderten verbunden und erreichbar waren und der flussabwärts dem Lauf der großen Röder folgt und direkt nach Lotzdorf führt.

Dass diese Schönheiten des Tales der Röder mit ihren landschaftlich abwechslungsreichen Besonderheiten schon frühzeitig erkannt wurden, ist seit der Zeit der Romantik belegt. Das Lotzdorfer Rödertal, das Radeberger Augustusbad und das Seifersdorfer Tal waren immer wieder beliebte Aufenthalts- und Studienorte für Dresdner Künstler, wie Gerhard von Kügelgen (1772-1820), Caspar David Friedrich (1774-1840), Ludwig Richter (1803-1884), um nur einige zu nennen.

Die Talmühle, auch Ulbrichtsmühle oder Lotzdorfer Grundmühle genannt, um 1901
Die Talmühle, auch Ulbrichtsmühle oder Lotzdorfer Grundmühle genannt, um 1901

Die drei Lotzdorfer Mühlen am Lauf der Großen Röder sind zum Teil bereits im 15.Jahrhundert nachweisbar. Die erste ist die Talmühle, erbaut erst 1793, früher auch Grundmühle oder nach einer Vorbesitzerfamilie „Ulbrichtsmühle“ genannt. Es wird vermutet, dass sie die „Obermühle“ des Waldhufendorfes Lotzdorf war und in besonderer Beziehung zum Freigut Lotzdorf stand, diesem sicherlich sogar zugehörig war, da die verlängerten Flurstreifen der Freiguthufen eindeutig die Mühle einschließen. Sie war über die Jahrhunderte Mahl- und Schneidemühle, später beliebtes Ausflugslokal, und schließlich wurde sie industriell genutzt. Ihren gesellschaftlichen Höhepunkt für die Einwohner der Stadt Radeberg erreichte sie ab 1909 mit der Eröffnung der Lotzdorfer Rodelbahn am Hang hinter der Mühle, die über einen Brückensteg erreichbar war und die Lokalität belebte. Erbaut wurde diese Rodelbahn vom Gebirgsverein „Sächsische Schweiz / Ortsgruppe Radeberg“. Als am Weg hinter der Talmühle die Kläranlagen für das Radeberger Abwassernetz entstanden und die Klärbecken unweit der Mühle angelegt wurden, veränderte sich dadurch dieser Abschnitt des Rödertales.

Der Talweg entlang der Großen Röder zieht sich weiter über harten Quarzglimmerfels, in den sich der Weg eingeschnitten hat und wo sich das Gestein schließlich wieder rechtsseitig zu steilen Felswänden auftürmt und das Tal einengt. Diese Gesteinsformation mit ihren Brüchen und Kluftflächen ist besonders gegenüber der zweiten Lotzdorfer Mühle, der Tobiasmühle, sichtbar. Hier wurden auch Steinbrüche betrieben, und die glatten, schrägen Kluft-Flächen zeugen heute noch von dieser Zeit. Das Gestein bestand vornehmlich aus Granodiorit, ein begehrtes Schottermaterial, das hauptsächlich für den Straßen- und Eisenbahnbau gewonnen und abgebaut wurde. Die Hänge und oberen Felsformationen werden von einem alten Eichen-Hainbuchenwald bedeckt, bevor sich die Hochfläche Lotzdorfs anschließt.

Die Tobiasmühle um 1900. Gegenüber die mächtigen Gesteins-Abbrüche am West-Rand des Lotzdorfer Schafberges.  Museum Schloss Klippenstein
Die Tobiasmühle um 1900. Gegenüber die mächtigen Gesteins-Abbrüche am West-Rand des Lotzdorfer Schafberges. Museum Schloss Klippenstein

Die linksseitigen Wiesen- und Feldhanglagen hinter der Tobiasmühle sind kulturgeschichtlich sehr bedeutsam. Im November 1960 wurden hier, nur etwa 400 Meter von der Tobiasmühle und 750 Meter südwestlich von Lotzdorf entfernt, auf der Höhenlage (Flurstück 151 Gemarkg. Lotzdorf)  bronzezeitliche Scherben, später Eisengeräte und ein Backofen als Depot- oder Hortfund durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie Dresden, Günter Krause, bei seinen Flurbegehungen entdeckt und gemeinsam mit dem Radeberger Museumsleiter, Rudolf Limpach, und einigen anderen Mitgliedern der Fachgruppe, mit einer Notbergung gesichert [12].

Günter Krause (stehend), der den "Lotzdorfer Backofen-Fund" entdeckt hatte, bei der Notbergung im Oktober 1961 (Foto: Museum Schloss Klippenstein)
Günter Krause (stehend), der den Fund entdeckt hatte, bei der Notbergung im Oktober 1961 (Foto: Museum Schloss Klippenstein)

Es handelte sich dabei um „Einen spätkaiserzeitlich-völkerwanderungszeitlichen Hortfund mit Eisengeräten“. Innerhalb der nächsten Jahre wurden durch das Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden weitere Grabungsflächen in diesem Gebiet veranlasst, die weitere bronzezeitliche Scherbenfunde, einige Siedlungsgruben und Pfostenlöcher freilegten und damit eine bronzezeitliche Siedlung bestätigten. Dieser in den Kreisen der Wissenschaftler für Ur- und Frühgeschichte berühmt gewordene „Backofen-Fund“ (ein Depotfund) aus der Zeit der Völkerwanderung belegt, dass diese Gegend unserer Röderaue bereits im 5./6. Jahrhundert n. Chr. durch Menschen zumindest zeitlich frequentiert worden war.

Die Tobiasmühle vom Lotzdorfer Schafberg aus gesehen.  Auf den Feldern westlich der Mühle (im Bild rechts) ist der „Backofenfund“ geborgen worden, etwa an der Kreis-Markierung war der frühzeitliche Siedlungsplatz.  Museum Schloss Klippenstein
Die Tobiasmühle vom Lotzdorfer Schafberg aus gesehen. Auf den Feldern westlich der Mühle (im Bild rechts) ist der „Backofenfund“ geborgen worden, etwa an der Kreis-Markierung war der frühzeitliche Siedlungsplatz. Museum Schloss Klippenstein

Man ging folgerichtig davon aus, dass die Bevölkerungs-Verschiebungen der Völkerwanderung, ob durch spätgermanische Stämme oder Bewegungen slawischer Gruppen, auch unser Rödertalgebiet streiften, die zumeist in kleineren Gruppen mit ihrem bescheidenen „Besitz“ unterwegs waren. Dass diese hier länger verweilt haben dürften, wurde durch weitere Funde vertieft.

Diese Erkenntnisse wurden durch Forschungen in den nächsten Jahren noch untermauert. Zu dem Fundmaterial des „Backofenfundes“ kam noch ein zusätzlicher Fund eines „Dreh-Mühlsteines“ auf dem gleichen Siedlungsgebiet/Fundstelle: „Acker nordwestlich von Radeberg bei Radeberg-Lotzdorf, Kreis Dresden; Mbl. 4849 (Radeberg); S 10,5/ W 18,6“. Untersucht wurde eine Probe dieses Mühlsteines durch keinen geringeren als Professor Dr. Günter Möbus, der an der Universität Greifswald den Lehrstuhl für Geotektonik innehatte und dessen Spezialgebiet auch das Lausitzer Granitmassiv war. Er datierte die Mühlsteinprobe in die Zeit des 3. bis 6. Jahrhunderts n. Chr. Nach seinen mikroskopischen und chemischen Analysen und zahlreichen Untersuchungen des Gesteinsmaterials im Umfeld der Fundstelle, aber auch im Gebiet des heutigen Radeberg mit Vergleichsproben westlich vom Bahnhof, konnte er eindeutig beweisen, dass es sich bei dem Gestein um Lausitzer Granodiorit handelt. „In dem Gebiet von Radeberg sind - bezogen auf die benachbarten Vorkommen Lausitzer Granodiorits - die natürlichen Aufschlußverhältnisse am günstigsten. Im Gebiet der Röder, im Bereich der heutigen Stadt, kam es durch erosives Einschneiden des Flusses zu Felsbildungen, die die Entnahme von größeren Gesteinsblöcken mit einfachen Werkzeugen begünstigt haben dürften". Und weiter „(…) daß die primäre Entnahmestelle des Mühlsteinmaterials sehr wahrscheinlich im Tal der Röder im Bereich der heutigen Stadt Radeberg gelegen hat.“ (Quelle 13, S. 224, 225).

Die Tobiasmühle 2016 vor den schroffen östlichen Felswänden.
Die Tobiasmühle 2016 vor den schroffen östlichen Felswänden.

Damit konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass der Mühlstein der Radeberger Gegend zuzuordnen war und nicht auf der Wanderung mitgebracht wurde. Es wird sicherlich auch in Zukunft noch Klärungsbedarf geben, und es dürfte mehr als kurzsichtig sein, zu glauben, dass keine weiteren Forschungsergebnisse mehr zu erwarten seien.

Radeberg mit seinem Rödertal birgt sicherlich mit seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung noch manche Überraschung, ob im Gebiet des Schlossberges, des Freudenberges, aber auch um Lotzdorf und Liegau herum und dem Gebiet um die Lotzdorfer Tobiasmühle.

Auch auf der Hochfläche westlich der Tobismühle herrscht reges Leben…
Auch auf der Hochfläche westlich der Tobismühle herrscht reges Leben…

Sie wurde auch als Richtermühle oder als „Mittelmühle“ Lotzdorfs bezeichnet, da sie von der Dorfmitte aus am bequemsten zu erreichen war. Da die Mühle am linksseitigen Ufer der Röder liegt, ist sie vom Talweg aus nur über eine Brücke erreichbar.

Ihr Mühlenbetrieb wurde 1893, mit dem Verkauf der Mühle an die Innere Mission, eingestellt. Sie wurde in ein Frauenheim für obdach- und heimatlose Frauen und Mädchen gewandelt, die zur Arbeit angehalten wurden. Jeden Sonntag wurden diese in einem langen Zug in die Radeberger Kirche zum Gottesdienst geführt. Ihr Weg ging über den Lotzdorfer Kirchsteig nach Radeberg, später durch das Dorf Lotzdorf und die Friedrichstraße nach der Stadtkirche Radeberg. Karl Graf von Brühl aus Seifersdorf war der Schirmherr der Einrichtung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Tobiasmühle ein Altersheim, heute ist sie Wohnheim des Sächsischen Epilepsie-Zentrums Radeberg (Kleinwachau).

Nach der Tobiasmühle mit ihren gegenüberliegenden schroffen Felswänden verändert sich die Landschaft und geht in offenes, hügliges Wiesenland über, kurz vor Lotzdorf mit dem Schafberg auf der rechten Talseite, linksseitig erhebt sich das Gelände zum Taubenberg. Der Talweg zieht sich zur „Langen Aue“ hin, im Volksmund kurz „Langa“ genannt, einer großen Auenwiesen-Fläche an der Großen Röder.

Blick von der alten Röder-Brücke flussaufwärts, zurück zur Tobiasmühle
Blick von der alten Röder-Brücke flussaufwärts, zurück zur Tobiasmühle

Hier teilt sich der Talweg in drei Richtungen. Rechtsseitig führt er an „An den Dreihäusern“ vorbei ins Lotzdorfer Mitteldorf, wo er am ehemaligen Lotzdorfer Gasthof auf die Lotzdorfer Straße mündet. Linksseitig wird die Röder über eine alte Steinbrücke überquert, hinter der sich links die Zufahrtsstraße zur Tobiasmühle befindet. Bereits um 1580 ist auf der historischen Landkarte von Oeder an dieser Stelle eine „Brück“ nachgewiesen. Vermutet wird in dieser Gegend die Stelle eine ehemalige Furt. Kurz nach der Brücke besteht von hier aus die Möglichkeit, entweder hangaufwärts durch einen linksseitigen, bis auf das Quarzglimmergestein ausgewaschenen und tiefeingeschnittenen Hohlweg auf die „Kienheide/ Kühnheide“ der Lotzdorfer Flur zu gelangen oder, rechtsseitig ab dieser Gabelung, bergauf, vorbei am Hügel des sogenannten „Zigeunergrabes“ zum Schönborner Leichenweg einzubiegen, der über Liegau nach Schönborn und Langebrück führt.

Röder-Auwiese an der "Langa" mit großen Blutweiderich-Vorkommen
Röder-Auwiese an der "Langa" mit großen Blutweiderich-Vorkommen

Der gerade Talweg entlang der Großen Röder führt über die Lange Aue nach der Lotzdorfer Rasenmühle. Die Lange Aue war früher eine riesige Flussauenfläche, deren Territorium eine natürliche Überschwemmungs-Fläche der Großen Röder darstellt. Der Boden dieser Flussaue war für ackerbauliche Nutzungen von jeher zu feucht, und so wurde sie in ihrer Natürlichkeit belassen oder für Weidezwecke genutzt.

 

Morgen-Stimmung an der Röder bei Lotzdorf, an der Langen Aue (Langa). Foto: B. Lichtenberger
Morgen-Stimmung an der Röder bei Lotzdorf, an der Langen Aue (Langa). Foto: B. Lichtenberger

Auch heute ist die Lange Aue in Fluss-Nähe noch ein seltenes und erhaltenswertes Biotop an der Röder, total naturbelassen, mit seltenen Pflanzen und einer Artenvielfalt an Insekten und Kleinlebewesen. Hier findet man auch noch den Eisvogel am Röderfluss, brütet der Reiher in hohen Baumwipfeln, findet man Greifvogelarten wie Schwarzmilan und Mäusebussard, und selbst der Biber ist seit einigen Jahren in dem sauberen Wasser des renaturierten Röderflusses wieder heimisch geworden. Die Gesamtfläche der Langen Aue fiel jedoch den Erfordernissen der menschlichen Nutzung zum Opfer. Eine große Fläche dieser herrlichen Natur wurde mit einer neuen erforderlichen Kläranlage des Abwasserzweckverbandes „Obere Röder“ verbaut

 

Am Ende der Langen Aue liegt die vermutlich älteste Lotzdorfer Mühle, die Rasenmühle oder auch Wiesenmühle, als eigentliche ehemalige Dorfmühle Lotzdorfs. Am grünen Band der Großen Röder ist sie auf Lotzdorfer Flur die dritte und unterste Mühle. Der „Moller zu Luczdorff“ wurde bereits 1474 im Lohnsteuerbuch des Amtes Radeberg geführt. Ende des 17. Jahrhundert kam die Rasenmühle für mehrere Jahrzehnte in den Besitz der Oberförsterfamilie Bruhm aus Langebrück, die bereits die Stadtmühle besaß. Die Mühle diente zuerst als Mahlmühle, später kam die Schneidemühle dazu, und schließlich wurde sie ab 1888, unter der Müllerfamilie Philipp, zu einer Mahl- und Brotmühle mit eigener Bäckerei. 1985 wurde der Mühlenbetrieb aufgegeben.

Nahe der Rasenmühle, am unteren Ende des Dorfes Lotzdorf, führt eine Straßenbrücke von Lotzdorf über die Röder auf die Straße nach Liegau. Hier wird die Röder wiederum zum Grenzfluss. Dieses Mal zwischen Liegauer und Lotzdorfer Flur und auch zwischen zwei Amtsbezirken: Liegau, das dem Amt Dresden unterstand und Lotzdorf, das dem Amt Radeberg zugehörig war. Der Fluss selbst gehörte nun zu Liegau. Die Lotzdorfer Flurgrenze war das rechte Ufer der Großen Röder.

Wenn man von der Rasenmühle den unteren Weg zur Lotzdorfer Straße einschlägt und diese überschreitet, kommt man genau gegenüber auf eine Wegefortführung, die volkstümlich als „Am Blinddarm“ bezeichnet wird. Dieser Weg führt vorbei an „Pension und Gasthaus Görner“ und zieht sich als Talweg und Fortsetzung des Grünen Bandes, immer an der Großen Röder und damit an der Grenze zu Liegau entlang, in das sogenannte „Lotzdorfer Gebirge“. Dieser Abschnitt der Lotzdorfer Flur zieht sich bis Liegau hin, ein Aufstieg in das „Gebirge“ führt zum Augustusbad und auf den Silberberg. Ein einmalig schöner Wegeabschnitt im Tal entlang der Großen Röder, gesäumt von uralten Buchen- und Eichenbeständen und schroffen Felsformationen. Verschiedene Blickachsen geben Ausblicke aus dem schattigen Buchenwald über den Fluss auf eine offene Landschaft, öffnen den Blick auf die weiten Röderauen, die sich auf der Liegauer Flur bis zur Dorfstraße hinziehen, nur durch Gruppen von uralten Weidenbeständen aufgelockert. Hier findet man noch eine intakte Vogelwelt, selbst der scheue Schwarzstorch hat hier Brutmöglichkeiten gefunden und kann beobachtet werden.

Beschreitet man den Höhenweg nach rechts hinter dem „Blinddarm“, so kommt man in Richtung Augustusbad und erlebt eine Landschaft mit bergigen Gebirgshängen und -wiesen, die an ein Mittelgebirge erinnert und an den Quellbereich eines Bachlaufes, der mitten in den Wiesen seinen Lauf beginnt.

Einmalig schöne Landschaft im Rödertal, Blick vom "Kügelgen-Weg" über die Große Röder nach Liegau.
Einmalig schöne Landschaft im Rödertal, Blick vom "Kügelgen-Weg" über die Große Röder nach Liegau.

Das alles liegt auf Lotzdorfer Flur, im Lotzdorfer Rödertal. Eine mehr als romantische Gegend. Auf diesen heute noch erhaltenen alten Wegen begab sich bereits vor mehr als 200 Jahren der berühmte Maler Gerhard von Kügelgen mit seiner Familie „Zum Kuren“ nach dem Kurbad Augustusbad. Das ist überliefert durch seinen Sohn, den Maler Wilhelm von Kügelgen in seinen „Jugenderinnerungen eines alten Mannes“. Er beschreibt anschaulich, wie die Familie von Kügelgen, immer an der Röder entlang, auf diesem schattigen Weg dem Kurbad zuschritt. Die Familie von Kügelgen lebte mehrere Jahre den Sommer über als Kurgäste des Radeberger Bades oder „Augustusbades“, nur wenige Meter vom „Blinddarm“ entfernt, bei dem einfachen Lotzdorfer Häusler Großmann in dessen Haus zur Miete, wo sie auch gesellig ihre Dresdner Malerfreunde empfingen.

Blick zurück über Lotzdorf auf den Schafberg
Blick zurück über Lotzdorf auf den Schafberg

Sie wussten offensichtlich, wo es schön ist – im Lotzdorfer Rödertal.

 

Das gesamte Gebiet der Großen Röder besitzt einen unvergleichlichen Naturreichtum. Mit der Lage unserer Region an dem westlichsten Teil der Westlausitzer Hochfläche, die diese eigene Hügel- und Berglandschaft hervorgebracht hat, ist das Gebiet um Radeberg ein einmalig schönes Erholungsgebiet, das bereits vor 200 Jahren generationsübergreifend touristisch erschlossen wurde. Bereits damals erkannte und nutzte man auch den vorhandenen Quellenreichtum der Region mit ihrem heilkräftigen Wasser, nutzte diese vorhandenen Ressourcen für einen florierenden Kurbetrieb.

 

 

Renate Schönfuß-Krause

Lotzdorf-Historikerin

 

05. August 2018

 

Quellen:

1.            Prof. Dr. Theodor Arldt: Das Rödergebiet um Radeberg - Seifersdorfer Tal.
(Unser kleines Wanderheft. Heft 36). VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1955

 

2.            Prof. Dr. Theodor Arldt: Radeberg und das Gebiet der Dresdner Heide und des
Röderflusses - Ein Heimatbuch. Unveröffentlichtes Manuskript.
Museum Schloss Klippenstein Radeberg 1960

 

3.            Wilfried Lumpe: Verstummte Mühlen an unserer Großen Röder, Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte. Nr. 14/2016 und Nr. 15/2017.
Hrsg.: Große Kreisstadt Radeberg in Zusammenarbeit mit der AG Stadtgeschichte

 

4.            Dresdner Heide - Pillnitz - Radeberger Land. Reihe Werte unserer Heimat. Band 27. Akademie-Verlag, Berlin 1976

 

5.            Stadtverwaltung Radeberg: Programm „Die Grüne Stadt Radeberg“ - Präambel, 
Fassg. v. Februar 2017

 

6.            Stadtverwaltung Radeberg: Landschaftsplan Radeberg, Fassg. Febr. 2004, Abschnitt 5.5.2.2.

 

7.            Dr. Peter Lunze; Herbert Müller: Private Korrespondenz, Juli 2018

 

8.            Karte „Dresdner Heide und Seifersdorfer Tal“. VEB Bibliographisches Institut Leipzig. Liz. Nr. K2. 1954

 

9.            Karte „Top. Landesaufnahme Meilenblatt 1820-1834“. dd hstad mf 0001674

 

10.         Heimatverein Liegau-Augustusbad e.V.

 

11.         Bernd Lichtenberger / Journalist und Fotograf: Fotosammlung Rödertal, mit Dank für die Veröffentlichungsgenehmigung

 

12.         Günter Krause, Rudolf Limpach: Ein spätkaiserzeitlich-völkerwanderungszeitlicher Hortfund mit Eisengeräten von Radeberg-Lotzdorf, Kreis Dresden. Sonderdruck aus Arbeits- und Forschungsberichten zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Band 14/15. Hrsg. Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1966.

 

13.         Günter Möbus: Petrographisch-geologische Bearbeitung einer Mühlsteinprobe aus dem Gebiet von Radeberg-Lotzdorf. Sonderdruck aus Arbeits- und Forschungsberichten zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Band 14/15. Hrsg. Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin, 1966

 

14.         E. Eichler, K. Hengst, J. Udolph: Namenskunde und geschichtliche Landeskunde Ostmitteldeutschlands, Universitätsverlag Leipzig, Neuaufl.2004

 

15.         E. Eichler, H. Walther (Hrsg.): Quellen und Forschungen zur Sächsischen Geschichte, Band 21. Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Akademie Verlag GmbH Berlin 2001

 

16.         Wikipedia: Liegau Augustusbad, Grundmühle (Radeberg)

 

17.         Gilbert, Ludewig Wilhelm: Handbuch für Reisende durch Deutschland, Erster Theil. Leipzig im Schwickertschen Verlage 1791 Internet-Ressource

 

 

 

Mein besonderer Dank für Informationen und Bildmaterial geht an:

Bernd Lichtenberger

 

 

 

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